Töpfern lernen leicht gemacht

Du wolltest immer schon töpfern lernen? Dann bist du bei uns genau richtig. Wir wollen dir dieses wunderbare Handwerk und Hobby näher bringen und mit Anregungen & Tipps zur Seite stehen. Bei uns erfährst du alles über unterschiedliche Techniken, welches Werkzeug du brauchst und bekommst Vorlagen

Ganz egal ob eine große Vase, ein kleines Dekoelement für den Garten oder eine kreative Skulptur, beim Töpfern kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Das alte Handwerk wurde in den letzten Jahren immer beliebter und hat es mittlerweile zu einem richtigen Trendhobby geschafft.

Warum solltest du töpfern lernen?

In unserem digitalen Zeitalter ist ein Handwerk der perfekte Gegenpol um einen Ausgleich zu finden. Die Tatsache mit den eigenen Händen etwas zu schaffen, fasziniert immer mehr Menschen.

Das Töpfern hat beinahe schone einen meditativen Charakter und hilft das eigene Leben ein wenig zu entschleunigen. Das Handwerk ist darüber hinaus auch perfekt für Kinder geeignet. Kinder lieben es sich schmutzig zu machen (zumindest die Meisten :)) und kreativ zu arbeiten.

Töpfern eignet sich auch wunderbar, um individuelle sowie persönliche Geschenke für Freunde und Familie zu gestalten.

Geschichte

Das Töpfern ist ein sehr sehr altes Handwerk. Die ersten Tonfiguren sind rund 24.000 Jahre alt. Bereits 4.000 v.Chr. wurde die drehende Töpferscheibe erfunden, was in die Produktion von Massenware führte. Die ersten Funde von Keramik mit Glasur überzogen, gehen auf das Jahr 3.000 v.Chr. zurück. Falls es dich interessiert, lese einfach den Wikipedia Artikel dazu.

Also durchaus ein bereits sehr altes Handwerk.

Grundlagen

Wenn du töpfern lernen willst, solltest du dich zuerst mit den Grundlagen und Techniken auseinander setzen. Hier bekommst du einen Überblick über die herkömmlichen Techniken zur Tonverarbeitung.

  1. Aufbautechnik

    Die Aufbautechnik ist ideal für Anfänger geeignet. Bei dieser Technik werden auf einer ausgerollten Tonplatte seitlich Tonwülste aufgebaut. So wird Wulst für Wulst ein Objekt aufgebaut. Die Tonplatte, die als Basis dient, gibt hierbei die Form vor. Sobald die geplante Höhe erreicht ist, werden die Wülste mit den Händen glatt gestriffen und so alle Unebenheiten bearbeitet.

  2. Aushöhltechnik

    Die Aushöhltechnik ist sehr schnell erklärt. Ein Klumpen Ton wird durch mittiges Ausstreifen immer weiter ausgehöhlt, bis die gewünschte Form und Dicke erreicht wird. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass der Ton am Ende der Bearbeitung nicht zu dick ist bzw. das geformte Objekt unterschiedlich starke Wände hat. Sollte der Ton zu dick sein, kann es beim Brennen zum Zerbrechen führen.

  3. Drehscheibe

    Die wohl bekannteste Art Ton zu bearbeiten, ist mit der Töpferscheibe. Speziell zu Beginn dürfen hierbei Anfänger nicht verzweifeln. Bis man eine gleichmäßige und schöne Form töpfern kann, braucht es ein wenig Erfahrung.

Die vorgestellten Techniken sind für unterschiedliche Formen und Objekte zu verwenden. Die Aufbau- und Aushöhltechnik eignet sich am besten für sehr große Objekte, da die Verarbeitung eine sehr gute Stabilität mit sich bringt.

Wie bei jedem Handwerk macht nur die Übung den Meister. Also, lasse dich nicht entmutigen und starte am besten noch heute…

Ton zum Töpfern – der Ton macht auch beim Töpfern die Musik

Neben der Technik spielt der Ton eine sehr entscheidende und zentrale Rolle bei deinem neuen Hobby. Es gibt verschiedene Tonmassen, die unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Also erkundige dich auf unserer Seite auf jeden Fall darüber, welchen Ton du dir zulegen solltest.

Modellieren mit Ton – Töpfern lernen mit einfachen Formen

Zu Beginn muss es ja nicht immer eine großer Krug oder eine Vase sein. Mit Ton arbeiten bedeutet nicht gleichzeitig, dass es kompliziert und schwierig sein muss.

Starte doch am Anfang mit einfacheren Formen und modelliere den Ton. Dafür brauchst du auch keine Töpferscheibe. Folgende Formen und Gegenstände eignen sich wunderbar für deinen Einstieg: Schalen, Teller und Platten. Unter Anregungen & Tipps findest du mehr dazu.

Ton brennen – jetzt wird’s heiß

Sobald du deine Skulpturen & Gegenstände fertig getöpfert und modelliert hast, geht es zum Brennen.

Doch zuerst wandert dein Tonstück nicht in den Brennofen, sondern muss gründlich durchtrocknen. Es äußerst wichtig, dass der Ton soviel Feuchtigkeit wie möglich verliert.

Dein Gegenstand wird normalerweise zwei Mal gebrannt, wobei beim ersten Brenndurchgang ohne Glasur gebrannt wird. Dieses erste Brennen nennt man Schrühbrand. Wichtig beim Schrühbrand ist, dass sehr langsam hochgeheizt wird, da die verbleibende Feuchtigkeit nun verdampft.

Sollte zu schnell gebrannt werden, kann es zum Platzen des Gefäßes kommen. Die Temperatur beim Schrühbrand liegt bei rund 1000 °C. Ab rund 600°C kann dann schneller hochgeheizt werden, da die Feuchtigkeit nun bereits entwichen ist.

Nach dem Brennvorgang darf dein Kunstwerk erstmal auskühlen. Danach kannst du bereits mit dem Glasieren beginnen. Nachdem du glasiert hast, wandert das Objekt wieder in den Brennofen. Dieser Vorgang wird als Glasurbrand bezeichnet. Nun kann der Ofen deutlich schneller hochgeheizt werden. Die Endtemperatur sollte bei diesem Vorgang nochmal heißer sein – rund 1300 °C. Diese Höchsttemperatur muss bei diesem Vorgang nun länger gehalten werden, damit die Glasur verglasen kann und ein schönes Endergebnis erzielt wird.

Achtung: Achte darauf, dass sich die glasierten Gefäße beim Glasurbrand nicht berühren, sonst bleiben sie aneinander kleben. Beim Schrühbrand können sich die Teile ruhig berühren bzw. kannst du sogar ineinander stapeln.

Bei den Temperaturen solltest du unbedingt auf die Verpackungsbeilage des Tons achten. Da jeder Ton anders behandelt wird, vermerken die Hersteller die Temperaturen auf der Verpackung.

Zum Abschluss

Zu Recht hat sich das Töpfern in den letzten Jahren zum Trend-Hobby entwickelt. Es macht außerordentlich Spaß mit den eigenen Händen kreativ zu arbeiten und etwas zu erschaffen. Probiere es doch einfach mal aus und berichte uns wie es dir gefällt. Wir möchten dir auch sehr das Buch „Töpfern lernen“ von Maria Skärlund ans Herz legen. Die Hochschuldozentin vermittelt in diesem Buch die Grundlagen und Techniken und hilft dir so sehr gut bei deinem Einstieg.